Streckenwahl für den Probebetrieb


Generelle Anforderungen

Diese Überlegungen führten für die Streckenwahl des Probebetriebes zu eingeschränkteren Suchrastern bzw. -korridoren: mit Priorität wurden Einsatzmöglichkeiten für „Zubringerfunktionen“ entlang der SPNV- und PlusBus-Trassen betrachtet. Eine weitere Bedingung ergab sich durch die Notwendigkeit, für die Akzeptanzuntersuchungen auch signifikante Größen (Bevölkerung im Einzugsgebiet, voraussichtliche Nutzerzahlen) für die Befragungen einbeziehen zu können. Theoretisch denkbare und sinnvolle Einsatzfälle wie „Ortsverbindungsverkehr zwischen kleinen Dörfern“ oder „Anbindung von Splittersiedlungen“ mussten in diesem Forschungsvorhaben daher unbeachtet bleiben.

Die auszuwählende Strecke sollte somit diese grundsätzlichen Anforderungen erfüllen:

Auswahlkriterien

Für die Streckenwahl des Probebetriebes im Landkreis Ostprignitz-Ruppin wurden daher letztendlich 25 mögliche Strecken in einem iterativen Verfahren anhand folgender Kriterien bewertet:
Zum vergrößern bitte das Bild anklicken. | Abbildung Erste Stufe Bewertung möglicher Strecken, Quelle: Büro AutoBus, REG mbH

Machbarkeit

Potenziale


Strecke für Probebetrieb in Wusterhausen/Dosse

Bei der ausgewählten Strecke in der Gemeinde Wusterhausen wurden günstige Voraussetzungen gefunden, die eine Umsetzung der Anwendungsfälle „(Kleinst)Stadtbus” in einer ersten Stufe und „Anbindung peripherer Siedlungsteile” in einer zweiten Stufe ermöglichen. Es besteht die Möglichkeit, den Bahnhof anzubinden und damit eine ÖPNV-Integration sowohl zur Regionalbahn als auch zum PlusBus sicherzustellen. Gleichzeitig können Siedlungsbereiche im Norden und Süden des historischen Ortskerns er-schlossen werden, die bisher über keine unmittelbare ÖV-Anbindung verfügen. Weiterhin wird eine kürzlich in Randlage gezogene Einzelhandelseinrichtung wieder bzw. besser an den Stadtkern (und eine dortige Seniorenwohneinrichtung) angebunden. Im Gegensatz zum vorhandenen Busangebot, das sich stark an der Schülerbeförderung orientiert, besteht so die Möglichkeit, auch andere Nutzergruppen zu erreichen und insbesondere für die ältere Bevölkerung ein Mobilitätsangebot zu schaffen.

Die in Wusterhausen anzutreffende Situation
ist vielerorts anzutreffen und damit nahezu idealtypisch. Die im Rahmen des Projektes gemachten Erfahrungen und gesammelten Erkenntnisse sind damit auf ähnliche Strukturen übertragbar.