Abbildung Kriterien für Einsatzmöglichkeiten bzw. Streckenwahl, Quelle: REG mbH

Einsatzmöglichkeiten automatisierter Kleinbusse


Im Rahmen der Streckenauswahl für den Probebetrieb in Ostprignitz-Ruppin wurde eine Vielzahl von Kriterien zur Definition geeigneter Bedingungen für den Einsatz fahrerloser Kleinbusse diskutiert.
Aus Perspektive einer ländlichen Region sind dabei besonders Kriterien interessant, die Anwendungsfälle herausfiltern, die einen Beitrag zur Lösung von Mobilitätsproblemen im ländlichen Raum leisten. In Ostprignitz-Ruppin ist daher grundsätzlich der Einsatz vollautomatisiert fahrender Kleinbusse auf „der letzten Meile“, im „Dorfverbindungsverkehr“ oder auch als Mini-Stadtbus vielversprechend. Nicht unwesentlicher Nebenaspekt ist zudem die Anbindung touristischer Ziele für Tagesbesucher, die z. B. aus Berlin mit der Bahn anreisen.

Die eingangs genannten Diskussionen zur Streckenwahl machten deutlich, dass bis zum Erlangen der vollständigen, massentauglichen Einsatzreife der Fahrzeuge noch andere Maßstäbe angelegt werden müssen. Das bedeutet, dass Einsatz- und Anwendungsfälle, die grundsätzlich zur Lösung von Mobilitätsproblemen im ländlichen Raum wünschenswert wären, bei derzeitigem Stand von Technik und Genehmigungspraxis noch ausgeschlossen werden müssen. Beispielhaft sei hier der Ortsverbindungsverkehr über „Landstraßen“ genannt, der wegen der außerorts zulässigen Höchstgeschwindigkeiten und der noch geringen Geschwindigkeit der automatisierten Kleinbusse derzeit nicht möglich ist bzw. nicht attraktiv wäre.