Das Projekt


Das Forschungsvorhaben will wissenschaftlich untersuchen, wie fahrerlose, d.h. automatisiert fahrende Fahrzeuge im ländlichen Raum eingesetzt werden können. Vor allem soll erforscht werden, wie diese Minibusse Bestandteil des öffentlichen Nahverkehrs werden können und wie sie von den künftigen Nutzern angenommen werden. Wichtiges Element des Vorhabens ist daher ein Probebetrieb auf öffentlichen Straßen, um praktische Erfahrungen zu sammeln.

Zu möglichen Einsatzfeldern der Minibusse auf dem Land wurden in Ostprignitz-Ruppin viele Ideen entwickelt: als Zubringer zu Bus- und Bahnlinien, im Verbindungsverkehr zwischen kleinen Orten oder Dörfern, als Anbindung für touristische Sehenswürdigkeiten oder als Ortsbus in Kleinstädten. In jedem Fall geht es um Strecken, die mit dem klassischen großen Bus nicht wirtschaftlich betrieben werden können. Die fahrerlosen Minibusse werden also als Ergänzung des Angebots „für die Fläche“ gedacht. Wegen der geringen Geschwindigkeit, mit der sie derzeit fahren dürfen, kommt ein Überlandverkehr für den Probebetrieb in Ostprignitz-Ruppin aber (noch) nicht in Frage.

Wie Fahrzeuge und Bedientechnik gestaltet sein müssen, damit sich alle Menschen eine Fahrt in einem Fahrzeug ohne Fahrer zutrauen, ist eine weitere wichtige Frage des Forschungsprojektes. Und natürlich spielen auch Fragen der Verkehrsplanung und Straßengestaltung eine bedeutende Rolle.

Das Projekt mit einem Gesamtvolumen von rund 2 Mio. Euro wird gemäß der Förderrichtlinie „Automatisiertes und vernetztes Fahren“ mit 1,54 Mio. € gefördert und läuft bis zum 30. Juni 2020.

Der genaue Projekttitel lautet: „Autonomer Öffentlicher Nahverkehr im ländlichen Raum - Wirkungsforschung zu neuen Formen inno-vativer öffentlicher Mobilität und Nutzerakzeptanz anhand eines Probebetriebs in der Modellregion Ostprignitz-Ruppin“